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Frühlingsausfahrten in Wien

Endlich ist der Frühling da, juhuu. Und damit hat auch die Radsaison wieder begonnen. Heuer sind Flo und ich zum ersten Mal ein paar Touren mit unseren neuen Trekkingrädern gefahren, was uns ziemlich getaugt hat. Aber auch unsere Rennräder können wir natürlich nicht ungenutzt in der Wohnung stehen lassen. Hier findest du nun ein paar Infos über unsere ersten gemütlichen Frühlingsausfahrten in und um Wien mit Fotos und Routenbeschreibung.

Uferhaus Orth an der Donau

Schwedenplatz - Donaukanal - Prater Hauptallee - Donauinsel - Donauradweg - Marchfeld - Orth an der Donau (ca. 60km hin und retour)

 

Das war einer unserer ersten Frühlingsausflüge mit dem Trekkingrad. Vielleicht erkennt man es auch auf den Fotos da die Bäume noch ziemlich kahl ausgeschaut haben. Wir waren mit Flos Bruder Thomas unterwegs und haben alle drei unsere neuen Räder ausprobiert. Ich muss sagen, dass ich ziemlich begeistert war. Der Vorteil zum Rennrad ist auf jeden Fall, dass man sich über den Untergrund eigentlich keine Gedanken machen muss. Während ich beim Rennradfahren bei jedem Stein auf der Straße ein wenig schwitze ob ich mir eh keinen Platten einfahre, kann ich mit dem Trekkingrad locker über Waldboden, Steine und Wiese fahren. Der Nachteil beim Trekkingrad ist wiederum, dass man aufrechter darauf sitzt und es bei starkem Wind viel anstrengender zu fahren ist als mit dem Rennrad. Naja - so hat alles seine Vor- und Nachteile.

Unser Ausflugsziel war bei dieser Tour das Uferhaus in Orth an der Donau. Dort gibts nämlich einen super guten Fisch - auf serbische Art zubereitet. Sehr lecker und empfehlenswert. Wir sind ca. am Schwedenplatz losgefahren, entlang vom Donaukanal und durch den Prater auf die Donauinsel. Grad am Wochenende ist auf dieser Strecke sehr viel los und auf der Prater Hauptallee tümmeln sich Spaziergänger, Inlineskater, RennradfahrerInnen, Kinder, Rikschafahrer, Segways und und und. Es ist schön, wenn sich alle wieder nach draußen wagen und Freude an der Sonne und der Bewegung haben. Aber auch das Unfallrisiko steigt, da allen die Frühlingsgefühle in den Kopf steigen und diese ein wenig verrückt machen. Ich schließe mich da absolut mit ein :-)

Jedenfalls gings dann weiter über die Donauinsel, immer den Donauradweg Richtung Bratislava (Eurovelo 6) entlang bis Orth an der Donau. Durch Umbauarbeiten am Donauradweg mussten wir eine kleine Umleitung durch das Marchfeld fahren. War aber auch eine sehr feine Strecke. Und zum krönenden Abschluss gabs einen leckeren Fisch im Uferhaus. Wir sind dann einfach dieselbe Strecke wieder heimgefahren. Für die Tour haben wir den Nachmittag gebraucht aber wir sind in einem gemächlichem Tempo gefahren. Wohl auch deshalb weils ziemlich windig war. Insgesamt waren es so um die 60 Kilometer. Eine sehr empfehlenswerte Route für eine gemütliche Radtour entlang der Donau.

Ausflug zur alten Donau

Schwedenplatz - Praterstraße - Reichsbrücke - alte Donau - Donauinsel - Donaukanal - Schwedenplatz (16km)

 

Eine feine Strecke innerhalb von Wien ist ein Ausflug zur alten Donau. Wieder sind wir vom Schwedenplatz gestartet und über die Praterstraße zur Reichsbrücke und über die Donau gefahren. Hier gibts durchgehend Radwege, was das Fahren sehr angenehm macht. Nach der Reichsbrücke muss man rund um den DC-Tower ein bißchen den Weg suchen aber es ist auch immer wieder angeschrieben. Dann fährt man weiter geradeaus zur alten Donau. Da die Kulinarik nie zu kurz kommen darf, sind wir hier in der Ufertaverne auf ein gutes Mittagessen eingekehrt. Dann gings weiter über den Radweg entlang der alten Donau Richtung Praterbrücke. Im Sommer gibts hier unzählige Möglichkeiten für eine kurze Pause um im Schatten der Bäume zu picknicken oder ein Bad in der alten Donau zu nehmen. Dafür wars uns aber noch zu kalt :-)

Über die Donaustadtbrücke gings dann rüber auf die Donauinsel, weiter über die Donau in den Prater und wieder retour nach Hause. Diese Tour ist sehr nett und auch nicht schwierig zu fahren. Wenn man noch weiter düsen möchte kann man verlängern, indem man auf der Donauinsel noch eine Runde dreht.

Rennradtour Weidlingbach

Schwedenplatz - Donaukanal - Klosterneuburg - Weidlingbach - Steinriegl - Gugging - Klosterneuburg - Donaukanal - Schwedenplatz (ca. 50km)

 

Unsere erste Rennradtour in der heurigen Saison hat uns über Weidlingbach nach Steinriegl in den Wienerwald verschlagen. Die Tour ist eigentlich ein Klassiker für uns da wir sie schon viele Male und in verschiedensten Varianten gefahren sind. Nach den Radausflügen mit den Trekkingrädern sind Flo und mir die Rennräder wieder sooo leicht vorgekommen. Begleitet worden sind wir auf dieser Tour von Beate, der Cousine von Flo, die ihr neues Rennrad ausprobieren wollte. Es war herrliches Wetter und zumindest auf der Hinfahrt hatten wir Rückenwind - yeah! Los gings vom Schwedenplatz entlang am Donaukanal bis Klosterneuburg. Am Donaukanal ist teilweise ziemlich viel los und man muss beim Fahren etwas vorsichtig sein. Auf der Seite, wo die Strandbars NICHT sind gehts aber bissl besser. In Klosterneuburg gehts dann rauf Richtung Weidlingbach und rein in den Wienerwald. Es ist wunderbar zu beobachten, wie im Frühling wieder alles grün und saftig wird und die Blumen blühen. So schön! Bis Steinriegl gehts stetig bergauf und das letzte Stück haben wir ganz schön in den Wadeln gespürt. Nach so langer Rennradabstinenz in den Wintermonaten muss ich auch erst wieder reinkommen, phu. Oben sind wir dann über Maria Gugging wieder runter bis Klosterneuburg und dann den Weg entlang der Donau und am Donaukanal heim. Hier hatten wir dann noch eine etwas komische Begegnung mit einer Hundebesitzerin die am Donaukanal unterwegs war. Sie hat sich plötzlich mit weit ausgestreckten Armen uns in den Weg gestellt und hat Flo damit gezwungen, vom Rad abzusteigen. Dann hat sie sich lautstark beschwert, dass wir so rasen und damit die Kinder und Hunde gefährden. So viele Aggressionen abzubekommen ist wirklich nicht fein. Vor allem, da wir auch nicht besonders schnell am Weg waren und am Donaukanal ohnehin immer aufpassen. Naja, wenn alle nur ein wenig Rücksicht nehmen würden und etwas Toleranz für andere zeigen würden, dann wär alles viel einfacher.

Aber egal - zurück zur Tour: Ich denke, diese Strecke kann auch gut mit dem Mountainbike oder einem Trekkingrad gefahren werden. Man ist durch die Strecke entlang des Donaukanals schnell aus der Stadt draußen und mitten im Grünen. Durch das viele Bergauffahren ist es aber schon notwendig, zumindest ein bißchen eine Kondition mitzubringen.  Zum Abschluss dieser Tour sind wir vor dem Heimfahren noch am Donaukanal auf einen Spritzer beim Badeschiff eingekehrt und haben die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen.

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