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Einmal quer durchs Radtraumland Tschechien

Nachdem wir ca. innerhalb eines Tages von Wien an die tschechische Grenze geradelt sind, wurde es für Flo und mich sehr spannend. Wir waren erstens fast noch nie in Tschechien, können kein tschechisch und wissen nicht viel über Land und Leute. Also alles neu für uns :-)

Umsomehr wurden wir überrascht mit herrlichen Straßen, unzähligen Radwegen, einer wunderschönen Natur und sehr netten Begegnungen.

Unser Start war in Laa an der Thaya und dann gings rüber über die Grenze. Wir waren von Anfang an sehr begeistert, da Tschechien scheinbar eine Radnation ist von der wir nicht gewusst haben. Es gibt ein sehr sehr dicht ausgebautes Radnetz mit unzähligen Radwegen, die super beschildert sind. Flo und ich sind eigentlich die ganze Zeit auf Radwegen gefahren. Und wenn wir uns mal verfahren haben, waren wir schon wieder auf einem neuen Radweg und daher wieder kein Problem :-)

Außerdem sind die tschechischen AutofahrerInnen scheinbar an Radlerinnen und Radler gewohnt und daher wirklich sehr rücksichtsvoll. Leider hat mein Handy in den letzten Tagen den Geist aufgegeben und aus dem Grund gibts nicht viele Fotos aus den 4 Tagen in Tschechien. Am letzten Tag hat Flo ein paar Fotos geschossen. Damit man eine Vorstellung hat wie es dort ausschaut: wir hatten manchmal das Gefühl im Waldviertel zu sein. Die Straßen und Wege gehen entlang von riesigen Feldern, auf denen Wein und allerlei Getreide angebaut wird. Es ist hügelig und es gibt auch sehr viele Wälder, durch die feine und schattige Radwege führen.

Unsere Route ging von Österreich aus von Laa an der Thaya nach Pasohlávky auf den größten Campingplatz Tschechiens. Dies hat uns ein Radreisender aus Deutschland empfohlen, den wir auf dem Weg getroffen haben. Der Campingplatz war wirklich sehr nett und liegt direkt an einem See, in dem wir plantschen waren.

Dann gings weiter nach Brünn, wo wir die zweitgrößte Stadt Tschechiens besichtigt haben. Übernachtet haben wir in einem kleinen Hostel im 8-Bett-Zimmer. Kleine Anektote am Rande: einer der Typen die bei uns im Zimmer übernachtet haben ist ca. um 5uhr morgens komplett angesoffen ins Hostel gekommen. Im Zimmer hat er dann die Tür mit dem Klo verwechselt und den Rest kann man sich ja denken :-) Jaja das Bier war wirklich seeehr günstig in Tschechien.

Dann sind wir weiter nördlich gedüst und sind von Brünn aus in die Berge gekommen. Naja Hügel triffts eigentlich eher aber es kommen doch einige Höhenmeter beim Fahren zusammen. Jedenfalls waren hier unzählige Rennradfahrer und Mountainbiker am Weg. Übrigens sind wir das Gepäck an den Rädern recht schnell gewohnt geworden (ca. 20kg in den Taschen hinten am Rad). Natürlich muss man sich grad bergauf ein wenig mehr abstrampeln als normal aber es ist auf jeden Fall ok. Am Abend wollten wir dann das erste Mal "wild" zelten und waren schon ganz aufgeregt. Wir haben ein wunderschönes Plätzchen an einem kleinen See gefunden und die Leute dort gefragt, ob wir unser Zelt hier aufschlagen dürfen. Nachdem wir den Segen vom Dorfwirt erhalten haben war alles ok. Lustigerweise haben wir hier dann noch Österreicher getroffen, die gerade auf einer tschechisch-österreichischen Feier waren und wir hatten einen sehr netten Abend miteinander. Danke Manuela für das liebe Foto unten :-)

Ja und am nächsten Tag gings dann auch schon Richtung Polen (nachdem wir uns nochmals in den Bergen abgestrampelt haben). Insgesamt kann ich sagen, dass Tschechien ein super Land zum Radfahren und Urlaub machen ist. Komischerweise haben wir das früher nie in Betracht gezogen obwohl es doch sehr nahe an Wien liegt. Aber die Grenzen passieren ja größtenteils im Kopf und ich bin froh, dass ich hier meinen Horizont auf jeden Fall erweitern konnte.

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Kommentare: 4
  • #1

    Iak (Donnerstag, 14 Juni 2018 20:47)

    Gratulaciones, es macht selbst noch die Nachlese Spaß:-)

  • #2

    Radlerin (Montag, 18 Juni 2018)

    Sehr fein :-) es war wirklich super in Tschechien!

  • #3

    Beate (Montag, 18 Juni 2018 17:55)

    Oh..Ja die Hostel-Erlebnisse! Gut dass ihr euer Zelt mithabt! Und ich hoffe ihr hattet obigen Platz im Stockbett? ! ;) der Bericht macht Lust die Nachbarschaft per Rad zu besuchen! LG und viele weitere schattige Radwege wünsche ich euch, damit das Abstrampeln weiter so Spaß macht.

  • #4

    Radlerin (Montag, 18 Juni 2018 21:23)

    Haha ja stimmt, da bevorzuge ich auf jeden Fall das Zelt! Mit deinem neuen Rennrad wäre Tschechien sicher mal einen Ausflug wert :-) Glg